Sonntag, 9. August 2020

SALE - Teil 1 - Die Shoppings Queens auf Schnäppchenjagd



Keine zwei Wochen nach der Taufe des kleinen Philipp waren wir wieder unterwegs, diesmal in Wien. Angesagt war ein Mädels-Shoppingtag mit meiner besten Freundin Chrissie, deren lieber Ehemann Robert nicht nur sensationelle Zimmer im Flemings-Selection Hotel in Wien organisiert, sondern sich auch noch bereit erklärt hat, sich untertags um alle Kinder, also auch um den erst zweieinhalb Monate alten Philipp, zu kümmern!

Meine Freunde haben schon am Donnerstag mit allen Kindern und Sack und Pack eingecheckt und einen schönen Abend auf der Terrasse ihrer Suite verbracht. Ich bin am Freitag Morgen dazu gestoßen, habe mich in meinem wunderschönen Zimmer mit Blick über Wien umgezogen und von Chrissie wie immer fachkundig stylen lassen.

Eigentlich wollte ich das blaugestreifte Kleid tragen, dass ich mir im Frühjahr bei unserer Lieblingsboutique Queens gekauft hatte, aber angesichts von 32° im Schatten habe ich auf das bewährte luftige Kleidchen zurückgegriffen, das ich Euch z.B. schon hier und hier gezeigt habe. Dazu trage ich meine altbewährten Wedges und trotz der Temperaturen eine dünne, toeless Strumpfhose, um meine "Haxn" (österreichisch für Beine) richtig in Szene zu setzen.

Es ist schließlich schon Mittag, als wir mit der ganzen Familie das Hotel verlassen und uns auf den Weg Richtung Mariahilferstraße machen (entlang der "Zweierlinie", vorbei am Naturhistorischen und Kunsthistorischen Museum sowie Museumsquartier (MQ)). Dort verlassen uns die Männer (spricht Robert und die vier Burschen, inkl. Fipsi im Kinderwagen). Sie wollten ins Haus des Meeres, während wir die Konsumtempel der berühmten Wiener Shoppingmeile unsicher machen wollten.

Unser erster Weg führt uns zu Humanic, wo wir einige Schuhe probieren. Als Nächstes entdecken wir einen Laden namens Vintage Fabrik, bei dem Chrissie ein langärmeliges T-Shirt für ihren Ältesten gefunden hätte, aber einen etwaigen Kauf auf den Rückweg verschiebt.

Gemütlich schlendern wir die Mariahilferstraße hinauf, schauen erfolglos durch den zweiten Humanic, ehe wir bei Peek & Cloppenburg nach hübschen Sommerkleidern schauen. Wie immer ist dort die Auswahl riesig, aber zumindest in der bezahlbaren "Schwemme" im Erdgeschoss finden wir auf die Schnelle nichts, was ein umständliches Probieren rechtfertigen würde. 

Da schauen wir lieber noch zu Hallhuber, dessen feminine Mode uns beiden immer gut gefällt und der mit zusätzlich 20% Rabatt auf die Sale-Preise wirbt. Mir springt gleich im Eingangsbereich ein weißes Kleid mit Blumenspitzen und einem beige-braunen Kontrastfutter ins Auge, das ich unbedingt probieren muss. Leider gibt es es nur mehr in Größe 40, aber vielleicht passt es ja trotzdem. In kürzester Zeit habe ich mehrere Plissee- und Blumenröcke und dazugehörende Tops am Arm, bis mir eine freundliche Verkäuferin zur Hand geht und die Sachen im ersten Stock in die Umkleidekabine bringt. Auch Chrissie findet sich einige schöne Teile und wir machen uns ans Probieren.

Mittlerweile werden wir von gleich drei Verkäuferinnen bestens bedient - die Details erspare ich Euch heute noch. Sie würden hier den Rahmen sprengen, aber ich zeige Euch die Fotos demnächst im zweiten Teil des "Sale"-Zyklus. So viel sei schon jetzt verraten: Chrissie findet sich eine tolle Rock und Top Kombination und das Blumenspitzenkleid sieht sogar an mir Spitze aus und wird schon am selben Abend ausgeführt. Ich liebe Geschäfte, deren Kleidergrößen suggerieren, schlank zu sein. 😄 Zu unseren beiden Outfits erstehen wir noch hübsche Freundschafts-Halsketten und -Armbänder und die schmeichelhaften Komplimente der Kassiererin nehmen wir auch gerne an.

Jetzt haben wir uns eine Stärkung verdient und ich schlage die Dachterrasse des Brandauer im Gerngross vor. Auch wenn es angesichts der hochsommerlichen Temperaturen nicht gerade kühl ist, sitzen wir dort recht angenehm und genießen ein kaltes Getränk und ein saures Rindfleisch.

Derart gestärkt kann es weitergehen. Im Gerngroß durchstöbern wir noch die Kinderabteilung von Zara und im Erdgeschoß kaufe ich mir eine hauchdünne Sommerstrumpfhose. Wie immer, werde ich dort von der Verkäuferin sehr fachkundig beraten, wobei ich auch sie mit meinen Strumpfhosenkenntnissen beeindrucken kann. 😅

Nächste Station ist der Six Store, wo ich von Chrissie eine neue Sonnenbrille bekomme und sie sich Ohrstecker und ein Fußketterl findet. Danach schiebt sie mich zu Orsey hinein, wobei nicht viel Schieben notwendig war. Ich liebe diese Girly-Mode, auch wenn ich dafür eigentlich schon zu alt, äh, erwachsen bin.

Gleich beim Eingang zieht eine Puppe mit einem weiß-schwarzen Tweed-Minirock unsere Aufmerksamkeit auf sich und Chrissie findet einen dazu passenden Blazer mit gleichem Muster. Dieses Outfit MÜSSE ich einfach probieren, meint sie. Ein schwarzes Etuikleid wird auch noch in die Kabine im ersten Stock mitgenommen. 

Als ich gerade die Sachen probiere, steht auf einmal Robert mit den Burschen da (minus Raphi, der sich selbstständig gemacht hat). Diesmal ist ein Erfolgstag für die Shopping Queens, denn  die Sachen sehen an mir wirklich süß aus. Der erst fünfjährige Dani kommt in meine Umkleidekabine und sagt zu mir: "Nadinchen, Du siehst so schön aus!" Ist das nicht entzückend?! 😍

Auch hier vertröste ich Euch bezüglich Fotos auf den zweiten Teil. Schön langsam sind wir alle etwas erschöpft und machen uns auf den Rückweg. Einen kurzen, erfolglosen Schlenker machen wir noch bei Esprit und Zara. Das T-Shirt bei Vintage Fabrik, wo wir nochmals vorbeischauen, passt Nicki zwar perfekt, aber wie er selbst richtig meinte, wird es im Herbst schon zu klein sein. Bei Bijou Brigitte finden wir doch noch das letzte Teil, das wir noch gesucht hatten - ein zu meinem neuen Hallhuber-Kleid passendes Tuch. Danke liebe Chrissie! 👄

Als wir nach gefühlten 20 Kilometern am Heimweg zum Hotel sind, sagt der hinter mir gehende Nicki, der Älteste der 4 Burschen, zu mir: "Du hast aber schöne Beine. Gar nicht wie die von einem Mann." Schon wieder ein schönes Kompliment! 😘

Bevor wir uns im Hotel kurz ausruhen und für den Abend fertig machen, kaufe ich mit Robert im Supermarkt noch eine Flasche Sekt und einen Bellini als Absacker für die Hotelterrasse.

Im nächsten Post zeige ich Euch die Impressionen aus den Umkleidekabinen und im dritten und letzten Teil berichte ich vom Abend, an dem ich das süße Hallhuber-Kleid und Chrissie ihren neuen, tollen Blumenprint-Midirock gleich ausgeführt haben.

Selfie vom ganzen Clan samt Wahltantchen

Nun weiß ich, wie sich Marylin gefühlt haben muss, als ihr der Wind über dem U-Bahnschacht das Kleid aufplusterte.
Rock wieder halbwegs unter Kontrolle 😄
Erste Station: Humanic 
Wie Ihr sehen könnt, waren wir erfolgreich. Die Ausbeute zeige ich Euch beim nächsten Mal
Die wohlverdiente Labung. Eine echte Shopping Queen achtet auch bei der Menürauswahl, dass das Essen farblich zum Kleid passt. 😂
Kleid - Vero Moda / Schuhe - Tom Tailor / Strumpfhose - Falke / Tasche - OBag



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Sonntag, 2. August 2020

Taufzeugin - Teil 3 - Die Taufe


Ja, meine Lieben, Ihr habt richtig gelesen, Nadinchen ist von der Trau- zu Taufzeugin mutiert. Die Hochzeit von Chrissie und Robert fand bereits mitten im Lockdown im April im allerengsten Familienkreis statt, da sie verständlicherweise unbedingt vor Phillips Geburt heiraten wollten.

So hat mich Chrissie zur Taufzeugin gemacht, worüber ich mich genauso sehr gefreut habe. (Taufpatin konnte ich aus nahe liegenden Gründen nicht werden; Taufpate wurde ein sehr guter Freund von Robert.) Die Vorbereitungen für die Taufe haben nun einige Monate gedauert und waren angesichts der Coronakrise wirklich nicht einfach, aber Chrissie und Robert haben nicht locker gelassen und eine tolle Feier organisiert.

Vor zwei Wochen war es dann endlich soweit. Ich war schon um 8h in der Früh bei Chrissie und Robert in Baden, um mich dort in Ruhe herrichten zu können. Um 9h30 sollten die jeweiligen Eltern kommen, die einander noch nicht kannten und auch die neue Wohnung zum ersten Mal zu Gesicht bekommen sollten. Die arme Chrissie musste sich um all ihre 6 Kinder kümmern (= vier Söhne + Robert und mich musste sie auch noch schminken!). Aber wir haben es geschafft, bis zum Eintreffen der ersten Gäste gerade rechtzeitig fertig zu werden - Punktlandung!

Schnell war die wunderschöne Wohnung mit den beiden unheimlich sympathischen Familien gefüllt, die auch mich sehr herzlich begrüßten. Chrissie´s Vater hielt mich zuerst für Robert´s Mutter - den ersten Passing-Test habe ich also bravourös bestanden :-)) Mit Roberts fashionabler Mutter, seinem humorvollen Vater, der feschen Tante und deren hübschen Tochter habe ich mich gleich wunderbar verstanden. Nicht nur dank des ausgezeichnetes Champagners war die Stimmung hervorragend - sogar als Robert im Überschwang sein Glas in tausend Stücke zersplittern lies. Scherben bringen schließlich Glück!

Kurz vor 11h sind wir dann bei Nieselregen zur Badener Pfarrkirche St. Stephan gegangen, wo wir vom festlich gewandeten Kaplan und den restlichen Festgästen schon erwartet werden. Die Taufe war wunderschön. Chrissie hatte mich gebeten, eine Fürbitte zu verfassen und auch selbst zu lesen, was ich natürlich sehr gerne gemacht habe. Ich bin ein klein wenig Stolz, dass ich mittlerweile genug Selbstvertrauen habe, bei einem so feierlichen Anlass öffentlich aufzutreten.

Fipsi war während der ganzen Zermonie unheimlich brav und hat alles mucksmäuschenstill über sich ergehen lassen. Nur als er am Taufbecken das Weihwasser über sein süßes Gesichterl bekam, hat er kurz Laut gegeben. Eine tolle Sängerin sorgte dafür, dass wir vor Rührung die eine oder andere Träne zudrücken mussten. Vor allem, als sie zum Schluss "Make you feel my love" interpretierte, blieb kein Auge trocken.

Nach der Taufe ging es zu einem entzückenden Lokal namens Edelsberger, das am Nachmittag extra für uns geöffnet hatte Obwohl es noch immer nieselte, hat sich eine Gruppe dazu entschlossen, den knappen Kilometer dorthin zu Fuß zu überwinden. Natürlich war ich da dabei und stöckelte auch brav ins Restaurant.

Die Tafel war mit vielen Blumen traumhaft geschmückt und passte einfach perfekt zu dem historischen und heimeligen Ambiente. Nach einem Begrüßungs-Prosecco und einer netten Stehplauderei durften wir an der Tafel Platz nehmen und zu meiner großen Überraschung hat mich Chrissie neben sich an das Haupt platziert! Was für eine Ehre!

Das Essen mundete uns ausgezeichnet und Fipsi wurde vor allem von den jugendlichen Omas geherzt und geknuddelt, was er offenbar sehr geschätzt hat. Nur als ihn Tantchen Nadine zweimal in den Arm bekam, war es vorbei mit dem Frieden. Jetzt weiß ich wenigstens, dass er das Potential zu einem großen Sänger hat!

Auch hier war die Stimmung wieder ausgezeichnet und ich fühlte mich in dieser familiären Atmosphäre ausgesprochen wohl, was vor allem an den unheimlich lieben Verwandten und Freunden von Chrissie und Robert lag. Dass ich bei den Damen und dem lustig Taufpaten halbwegs gut ankommen würde, hatte ich gehofft, aber überraschenderweise waren auch die Herren, vor allem die beiden jung gebliebenen Großväter, ausgesprochen nett und charmant zu mir. Und Nicki, Raphi und Dani, die drei anderen Söhne von Chrissie, waren wieder megacool. Ist das nicht toll, auch so junge  Freunde zu haben, die mit einem verrückten Huhn wie mir so lässig und zugleich liebevoll umgehen?

Gegen 18h sind die ersten Abendgäste des Lokals gekommen und wir haben die wundervolle Feier beendet.

Mit Robert´s Mutter und Tante habe ich mich so gut verstanden, dass wir sogar an ein Treffen in Wien denken, wenn sie wieder einmal im Lande sind. Die Schwiegermama hat am Sonntag darauf zu Chrissie sogar gesagt, dass ich so edel wäre ... was für ein schönes Kompliment!

Noch ein paar Worte zu meinem Outfit: es ist das zartrosa Kleid geworden, das wir im März bei unserer Lieblingsboutique Queens gekauft hatten (siehe hier) und das vor allem Chrissie an mir so gut gefallen hat. Unter dem Kleid habe ich - für eine schlanke Taille und vor allem, um mein Bäuchlein ein wenig zu kaschieren - ein Shape-Unterkleid und einen Schalen-BH getragen (beides ohne Spitzen und Nähte, damit sich nichts abzeichnet ;-)). Findet Ihr nicht auch, dass das Kleid mit diesen kleinen Helferlein meine weiblichen Rundungen richtig schön zur Geltung bringt? Eine hochwertige, dünne 8-den Strumpfhose hat mir bei dem kühlen Wetter wertvolle Dienste geleistet. Einige der Damen, die auf eine Strumpfhose verzichtet hatten, haben dies bereits in der Kirche bedauert. Nude Lackpumps haben den festlichen Look komplettiert.

Wie Ihr aus meiner Begeisterung lesen könnt, war es ein ganz besonderer Tag - nicht nur für den kleinen Phillip und seiner Familie, sondern auch für mich! Vielen, vielen Dank, liebe Chrissie und lieber Robert, dass Ihr mich so toll in den Kreis Eurer Familien aufgenommen habt.

Und die Abenteuer gehen weiter. Letzten Freitag hatten wir einen wunderbaren Mädels-Shoppingtag mit anschließendem Familien-Abendessen in Wien. Ich werde demnächst darüber berichten - bleibt mir also bitte gewogen.

Gruppenbild mit Damen
Anstellen für die Fürbitten
Konzentration, als Nächste bin ich dran!
Der Hauptdarsteller - ist er nicht ein Goldstück?
Die festlich geschmückte Tafel - Wer findet mich?

Fipsi´s stolze Mama mit der ebenso stolzen Wahltante

Kleid - Kitana / Pumps - Gabor / Shapeunterkleid - Spanx / Strumpfhose - Falke /
Schmuck - Bijou Brigitte


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Samstag, 6. Juni 2020

Fipsi´s erste Shoppingtour mit "Tante" Nadine


Meine Lieben,

die lange Blogpause hat nicht mit einem Crossdressing-Schwangerschafts-Wunder zu tun, wie man  dem Titelbilbild nach vermuten könnte, sondern war vor allem einer Corona-Auszeit und der trotz Corona vielen Arbeit geschuldet. (Daher hatte ich auch keinen Animo zu ausgedehnten Blogrunden - ich ersuche um Vergebung, dass ich mich so rar gemacht habe.)

Die frohe Botschaft haben wir meinen lieben Freunden Chrissie und Robert zu verdanken, deren entzückender Sohn Philipp am 14. Mai das Licht der Welt erblickte. Letzten Donnerstag war es so weit: Der kleine Fipsi (so sein Spitzname) lernte sein "Wahltantchen" Nadine kennen, das ihn schon früh die geheimnisvolle Welt der Geschlechtervielfalt und des Powershoppen einführen wollte ;-)

Das Wiedersehen mit der lieben Familie war sehr herzlich. Klein Philipp war offensichtlich schon vorher recht aufgeregt und hat der armen Chrissie eine schlaflose Nacht beschert ;-) Dafür war er beim Kennenlernen mit mir umso braver. Und ich war nicht nur von dem zauberhaften Wesen begeistert, sondern auch ganz von den Socken, als ich den Text auf seinem Strampler las: "Finger weg! Ich habe eine verrückte Tante und keine Angst, sie einzusetzen!" :-)))

Bei unserem Ausflug hat uns aber nicht nur das süßeste Baby aller Zeiten begleitet, sondern auch der nunmehr nur mehr zweitjüngste Spross der Familie, der ebenfalls total entzückende und schon sehr coole Dani. 

Für unsere kleine Tour durch Baden habe ich mich ganz unkompliziert in das neue Polka-Dot-Kleidchen geworfen, das ich Euch bereits in meinem letzten Post vorgestellt hatte. Bequeme, weiße Sneakers, die ja heuer sehr angesagt sind, eine nude Strumpfhose und die weiße OBag mit dem roten Inlay komplettieren das unkomplizierte Shopping-Outfit. Chrissie hat mich wie immer sehr gekonnt geschminkt und nach einem gemütlichen Kaffeeplauscherl mit Robert, der nach wie vor im Home Office ist, und einer neuen Windel für Fipsi, war es bereits 11h30, als wir in die nahe Fußgängerzone gingen.

Aufmerksame Stammleserinnen werden nicht überrascht sein, dass unser erster Weg uns in unsere Lieblingsboutique "Queens" führte. Die bezaubernde Shop-Inhaberin Ilse hat uns bereits erwartet und sehr herzlich begrüßt. Mein Besuch war von Chrissie bereits avisiert und sie hat sich schon vorher ein wenig überlegt, was sie mir anbieten könnte. Sie kennt schon meine Vorlieben und hat ein fachfrauliches Auge, was mir stehen könnte. So gefallen mir alle Stücke, die sie mir zeigt, gleich sehr gut und ich ziehe mich mit 8 oder 9 Kleidern in die Umkleidekabine zurück. 

Keine Angst, wir haben im Geschäft vorschriftsmäßig Masken getragen, aber für die Fotos, die wir im hinteren Bereich des Geschäftes bei den Umkleidekabinen schossen, achtete ich auf einen Mindestabstand von einem Babyelefanten zu den zahlreichen, anderen Kundinnen und nahm die Maske ab.

Wieder einmal fällt die Auswahl nicht leicht, da mich mehrere Kleider sehr ansprechen, aber ein blau gestreiftes Blusenkleid mit weiß-gelben Blütenmuster, das mir schon auf einem Foto im Internet und vor allem an Ilse so gut gefallen hat, muss es sein. Dann schwanke ich noch zwischen einem mehrfärbigen, engen Etuikleid und einem pinken Hängerkleid. Als es Ilse aus einem Ausverkaufs-Ständer vor dem Geschäft herausgezogen hatte, war meine erste Reaktion: "Oh Gott, nein". Aber dann drehte sie es um und ich sah, dass es im Rückenteil einen raffinierten Plissee-Einsatz hat. Also habe ich es probiert und war dann doch verzückt. Auch wenn ich noch nicht weiß, zu welcher Gelegenheit ich es trage werde, kam es auch in das Einkaufssackerl. Chrissie hat sich auch ein wunderschönes Maxikleid gefunden und so sind wir bestens gelaunt von dannen gezogen.

Nachdem Dani so brav und geduldig gespielt hat bzw. mit seinem Roller auf dem Platz vor dem Geschäft seine Runden gedreht hat, darf er sich auch ein Eis wünschen. Also ist unsere nächste Station das Café Gasser, wo wir im schönen Innenhof einen angenehmen Platz finden. Hier darf ich Fipsi zum ersten Mal in den Arm nehmen und ihm sogar das Flascherl geben. Es ist ein wunderschönes Gefühl, wenn ein so süßes Baby friedlich im Arm liegt und genüsslich am Flascherl nuckelt. Und sehr praktisch, wenn man die Verantwortung rasch wieder abgeben kann ;-)

Hungrig und pünktlich um 14h treffen wir uns danach mit Robert vor dem italienischen Restaurant San Marco. Robert animiert mich dazu, einen Campari Orange zu trinken, der wunderbar zu den köstlichen Gnocchi passt und bei dem Grappa aufs Haus sagen wir zwei auch nicht nein. Chrissie muss passen, da sie ja auch noch stillt. Inzischen rufen die beiden ältesten Söhne bei Chrissie an, da sie von der Schule zurück sind und den Haustorschlüssel vergessen haben ... also beenden wir unseren tollen Ausflug und erlösen die coolen Jungs aus dem Stiegenhaus :-)

Liebe Chrissie und lieber Robert, vielen Dank für Eure tolle Freundschaft!

Lieber Dani, Raphi und Nicki, vielen Dank, dass Ihr so cool mit der verrückten "Tante" umgeht! Lieber Fipsi, bleib möglichst lange so süß wie jetzt!

Und liebe Ilse, vielen Dank für Deine liebe Betreuung in Deinem wundervollen Geschäft!

Wie es mit den angekündigten Feierlichkeiten weitergeht, erzähle ich Euch beim nächsten Mal, denn die Corona-bedingten Umplanungen würden ganze Romane füllen und den Rahmen jetzt sprengen.

P.S: Es ist selbstverständlich mit Chrissie abgesprochen, hier Fotos von und mit Fipsi zu zeigen. Sie meinte richtigerweise, dass Babys ohnehin alle sehr ähnlich sehen ;-)

Ist er nicht das süßeste Baby? Und bitte achtet auf den Text auf seinem Strampler!

Dieses feminine Blusenkleid hat mir schon im Internet sehr gut gefallen

Bei dem Kleid war ich zunächst skeptisch

bis ich den spektakulären Rückenteil gesehen habe. Ich liebe Plissee!

Dieses Etuikleid kam auch in die nähere Auswahl.

Auch wenn Ilse meinte, dass mir auch Hängerchen stehen, waren wir uns einig, dass es nichts für mich ist.

Wie Ihr sehen könnte, hatten wir es lustig ;-) Das Kleid war mir etwas zu lang (ist schon etwas hochgerafft). Außerdem hat es Chrissie auch schon und sie sieht darin sensationell aus.

"Wahltante" Nadine mit dem süßen Philipp im Innenhof des Café Gasser

Der megacoole Kinderwagen steht mir doch, was meint Ihr?

Die wohlverdienten Gnocchi haben hervorragend gemundet


Wickelkleid - Esprit / Sneakers - Tom Tailor / Tasche - OBag / Strumpfhose -Falke
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Mittwoch, 8. April 2020

Trauzeugin - Teil 2 - Shopping Haul und FROHE OSTERN



Fortsetzung von Teil 1 - Auf der Suche nach dem perfekten Kleid

Ihr Lieben, heute hätte die standesamtliche Hochzeit von Chissie und Robert stattfinden sollen. Wie Ihr Euch vorstellen könnt, musste sie wegen der Corona-Krise verschoben werden. Aber, aufgeschoben ist nicht aufgehoben und seit ein paar Tagen gibt es ja auch schon Licht am Ende des Corona-Tunnels. Nun soll im Sommer ein schönes Fest stattfinden, bei der die Taufe von Chrissie´s und Robert´s Baby (Geburtstermin Mitte Mai) und die Vermählung zugleich gefeiert werden.

Bei meinem letzten Post habe ich bereits geschrieben, dass ich im Anschluss an unserem Trauzeuginnen-Kleiderkauf-Bummel durch Baden in Robert´s und Chrissie´s Wohnung noch meine Errungenschaften einer Online-Bestellung probiert hatte.

Anlass für die Bestellung war, dass ich für die Hochzeit auf jeden Fall gerüstet sein wollte, auch für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich in meiner Lieblingsboutique Queens nichts finden würde. Zwei von drei bestellten Kleidern habe ich gleich ausgeschieden und zeige sie daher auch gar nicht. Sie sind inzwischen wieder gut beim Händler angekommen ;-)

Natürlich habe ich beim Bestellen nicht nur an ein Trauzeuginnenkleid gedacht, sondern wollte auch meine Frühjahrsgarderobe ein wenig aufstocken. Bei den hier gezeigten Kleidern habe ich schlussendlich nicht nein sagen können.

Das grüne Spitzenkleid mit dem Chiffonvolant (oben) käme sogar für die Hochzeit als Alternative zu dem zart-rosa Modell infrage, dass ich bei Queens gekauft hatte. Chrissie´s cooler Sohn meinte: "Das sieht schön aus". Ich würde ihm nie widersprechen. ;-)

Der nächste Sommer kommt bestimmt. Da passt doch ein Kleidchen mit dem in diesem Jahr so aktuelles Polka-Dot-Muster:

Dieses graue casual Kleid gehört nun auch zu meinen neuen Lieblingen:


Als ich dieses braune Kleid Chrissie im Online-Katalog gezeigt hatte, hat sie nur die Hände über den Kopf geschlagen. Sie fand es furchtbar. Aber Nadinchen kann auch stur sein und hat es trotzdem bestellt. Das wäre doch was für einen Barbesuch in der Übergangs- oder Wintersaison, was meint Ihr? Sogar Chrissie war gnädig, als ich es probiert hatte. Ich finde, es macht schön feminine Arme und Beine. :-)



Haltet bitte die Daumen, dass die in den letzten Tagen positive Entwicklung so weiter geht und bis zum Sommer das Schlimmste vorbei ist. In der Zwischenzeit wünsche ich Euch allen Gesundheit und trotz dieser verrückten Zeit ein frohes Ostern!


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Samstag, 14. März 2020

Trauzeugin - Teil 1 - Auf der Suche nach dem perfekten Kleid



Meine Lieben,

angesichts einer fast zweimonatigen Blogpause haben sich schon manche gefragt, ob es mich noch gibt. Ja, keine Angst, alles in Ordnung! Einfach viel Arbeit und (hoffentlich) keinen Virus.

Bevor ich zu meinen aktuellen Erlebnissen komme, muss ich Euch kurz die Vorgeschichte erzählen. Meine Stammleserinnen und -leser kennen ja bereits meine beste Freundin Chrissie und besonders aufmerksame von Euch haben auch schon mitbekommen, dass sie in freudiger Erwartung ist. Als wir im Jänner zu dritt vorbei an der Wiener Staatsoper unterwegs waren, haben  Chrissie und ihr lieber Lebengefährte Robert mich zu Seite genommen ... sie müssen mir etwas sagen. Sie wollen heiraten und Chrissie will mich als Trauzeugin! Ich war natürlich unheimlich gerührt und habe gleich ja zu dieser ehrenvollen Aufgabe gesagt.

Mittlerweile schreiten die Vorbereitungen sehr munter voran. Es soll im Sommer ein großes Fest zu Taufe des Babys geben und eine kleine standesamtliche Vermählung noch vor der Geburt. Dafür haben wir rasch einen Termin gefunden, der uns allen passt. Die nette Standesbeamtin weiß auch schon über meine etwas spezielle Situation Bescheid und findet das offenbar sehr cool. Leider war dies noch vor der Corona-Krise und so können wir nur hoffen, dass diese möglich bald wieder vorbei ist und die Hochzeit zum vorgesehenen Termin stattfinden kann.

Wir bleiben einmal optimistisch und bereiten uns für dieses für uns alle sehr aufregende Ereignis vor. Chrissie hat bereits ihr Brautkleid gefunden - ein Traum aus weißer Spitze, in dem sie wunderschön aussehen wird! Es wurden auch schon Pläne für davor und danach geschmiedet, doch davon erzähle ich Euch, wenn wir wissen, ob es überhaupt zustande kommt. Aber die liebe Braut ist wirklich eine beste Freundin, die nicht nur für sich und Ihrem Bräutigam den schönsten Tag haben möchte, sondern der auch mir ein unvergessliches Erlebnis bereiten will. So sollen wir beide von einer professionellen Visagistin geschminkt werden und sie will sogar ein Blumenarmband für mich organisieren.

Da darf natürlich auch mein Kleid nicht nachstehen und so haben wir uns für letzten Freitag einen Bummel in Baden bei Wien vereinbart. Schon um 8h30 bin ich bei Chrissie, da wir bereits um 9h bei einer Visagistin für mein Probe-Make-up sein sollen. Ich werfe mich rasch in ein schwarzes Kleid mit weißen Pünktchen, weiße Sneaker (! - was sagt Ihr jetzt?) und meinen alten Trenchcoat und wir machen uns mit einer kleinen Verspätung auf den Weg. Für mich ein sehr komisches Gefühl, ganz ungeschminkt durch Baden zu laufen, noch dazu wo uns der kalte Wind die Frisuren zerstürmt. 

Im Make-Up Studio werden wir von Ursula, der sehr sympathischen Visagistin empfangen, der es offensichtlich Spaß macht, mich zu schminken. Und sie macht das ganz hervorragend, wie auch Chrissie findet. Sie schafft es, meine Augen etwas großer und meine schmalen Lippen etwas voller zu machen. Bei der Hochzeit sollen dann noch künstliche Wimpern kommen. Nach über einer Stunde, in der wir uns auch sehr nett unterhalten haben, machen wir uns wieder auf den Weg.

Nach einem Fotostopp bei der Badener Pestsäule und einem kurzen Zwischenstopp bei Aust Fashion, wo wir erfolglos nach einer Paschmina für Chrissie fragen, ist die nächste Station das Queens, unsere Lieblingsboutique, in der ich schon einige schöne Stücke gefunden hatte (siehe hier und hier). Die liebe Ilse - sie ist die Inhaberin dieses wundervollen Geschäftes - hatte sich schon im Vorfeld etwas für mich überlegt. Wir waren etwas früher als vereinbart im Geschäft und plaudern so lange mit der ebenfalls sehr netten Verkäuferin und Chrissie probiert eine süße weiße Bluse mit schwarzen Punkten. Bald kommt auch Ilse und es ist an mir, mit ein paar Kleidern in der Kabine zu verschwinden. 

Als erstes probiere ich Ilse´s Favorit, ein knielanges, zart-rosa Kleid  mit Fledermausärmel. Vorausschauend habe ich mir nude Lackpumps mitgenommen, die ich mir schon vor längerer Zeit gekauft hatte und für diesen Anlass perfekt sind. Als ich aus der Umkleidekabine komme, ist Chrissie sprachlos und zu Tränen gerührt! Wir sind uns alle gleich einig - das ist es! Dann kommt auch Robert vorbei, und meint: "Das sieht gut aus!" Dass die Suche so einfach sein wird, hätte ich nicht gedacht. 

Natürlich probiere ich auch die anderen Kleider. Ein langes Blümchenkleid sieht zwar am Kleiderbügel entzückend aus, nicht aber an mir. Ich bin nicht einfach der Typ für Kleider mit Spaghettiträger. Süß fand ich auch das längere, hellblaue Kleid mit V-Ausschnitt, aber auch das hatte keine Chance gegen das rosa Modell. Wir plaudern noch ein wenig über die besorgniserregende Situation und erfahren, dass das Geschäft - wie alle anderen in Österreich - am darauf folgenden Montag wegen des Corona-Virus´ zusperren muss. Um davor den Umsatz ein klein wenig anzukurberln, kaufen wir auch die Bluse für Chrissie.

Als nächstes schauen wir in eine kleine Boutique, in der sich Chrissie eine Paschmina zurücklegen ließ. Vor dem Kauf sollte auch ich mein Urteil darüber abgeben. Dieses fiel eindeutig zugunsten dieses traumhaften, beigen Tuches aus einer edlen Kaschmir-Seidenmischung aus. Es passt wunderbar als Ergänzung zu Chrissie´s Brautkleid und auch zu meinem Trauzeuginnenkleid, sodass wir auf den Fotos auch gemeinsam sicher toll aussehen werden.

Nun ist es Mittag und der Hunger treibt uns zum San Marco, einem sehr schönen italienischen Lokal, in dem auch das Mittagessen nach der standesamtlichen Hochzeit stattfinden soll. Nach ein paar Minuten kommt auch Robert mit Raphi, einem der älteren Sprösslinge von Chrissie. Wir haben viel Spaß und genießen das köstliche Essen. Natürlich fühle ich mich geschmeichelt, als mich der nette Kellner beim Bringen des Essens mit "Signora" anspricht. Wir werden auf einen Grappa eingeladen, mit dem Robert und ich anstoßen.

Leicht erschöpft wird es nun Zeit für den Heimweg. In Chrissie´s und Robert´s schöner Wohnung probiere ich noch ein paar andere Kleider, die ich Euch aber erst beim nächsten Mal vorstellen werde. (Da ist noch ein grünes Cocktail-Kleid dabei, welches ich mir sicherheitshalber auch behalten habe. Eine Dame von Welt braucht schließlich mehr als ein festlicheres Kleid, meint Ihr nicht auch?)

Bis dahin halten wir uns und allen anderen die Daumen, dass die Corona-Spuk bald wieder vorbei ist und vor allem möglichst viele von dieser heimtückischen Krankheit verschont bleiben.

Mit dem fertigen Make-up bei der sehr sympatischen und talentierten Visagistin Usula
Das obligatorische Pestsäulenfoto. Nicht so obligatorisch: Nadinchen in Sneakers - sehr bequem!
In unsrer Lieblingsboutique - sie hat die schönsten Kleider und die netteste Inhaberin.
Mein Kleid ist leider nicht von ihr.


Gleich das erste Kleid ein Volltreffer! 

Dienstag, 28. Januar 2020

Neujahrstreffen - Teil 2 - Dinner in der Wunderkammer

Ihr Lieben, entschuldigt bitte, dass der Post über den Abend nach dem Wien-Tag so lange auf sich hat warten lassen. Hier endlich die Fortsetzung von Teil 1:

Nach der Rückkehr von unserem City-Bummel ins Renaissance Wien Hotel haben wir noch schnell einen Tisch in dessen Restaurant reserviert und uns auf die Zimmer zurück gezogen, um uns für das Abendessen umzuziehen und herzurichten.

Für das Dinner im eleganten Hotelrestaurant habe ich mich für den ausgestellten Hallhuber-Rock und das cremefarbene Oberteil entschieden, welche ich bei einem Bummel im letzten Herbst mit Chrissie erworben und bereits bei einem coolen Barbesuch getragen hatte. Eine gepunktete Strumpfhose und schwarze High Heels mit einer roten Sohle, die viel höher sind als man nach den Fotos vermuten würde, komplettierten das feminine Outfit. Trotz der auffälligen Sohle stammen die Pumps leider nicht von dem französischem Designer der gleichnamigen Kultmarke. Für diese spare ich noch ;-) Zu dem Look passend habe ich eine beige Clutch genommen. Chrissie hat in ihrem Midi-Blümchenkleid bezaubernd ausgesehen und Robert war in seinem lässigen Pullover-Outfit ein fescher Begleiter. 

Derart aufgebrezelt sind wir in die Wunderkammer gestöckelt, so der originelle Name des Hotelrestaurants. Dort und auch in der Lobby ist eine Menge los, da aufgrund eines Flugausfalls kurzfristig 60 Zimmer gebucht wurden und die vielen Gäste dementsprechend eingecheckt und versorgt werden mussten. Zum Glück hatten wir ja einen Tisch reserviert.

Robert ist als Mitarbeiter der Hotelkette beim sehr zuvorkommenden Personal bestens bekannt und wir werden sogar von der Hoteldirektorin charmant begrüßt. Unser Essen, die Prosecci und der Wein munden ausgezeichnet. Mit Verlauf des Abends werden die Gespräche immer lustiger und als sich der größte Trubel etwas gelegt hat, scherzen auch die netten Kellnerinnen und Kellner sehr witzig mit uns. Robert und ich bestellen einen Cosmopolitan, den es auf der Karte gar nicht gibt, aber der Ober meint, "das kriegen wir hin". Und wie! Die Cosmos schmecken hervorragend. Chrissie muss diesmal passen, da sie ja in freudiger Erwartung ist.

Gegen 1 Uhr sind wir die letzten Gäste und ohnehin schon recht müde von dem langen Tag. Auf dem Weg in unsere Zimmer schießen wir noch ein paar Fotos, siehe Titelfoto. Angesichts der fortgeschrittenen Stunde kein Wunder, dass ich schon ein wenig derangiert aussehe. Dafür zaubert mir die raffinierte Gangbeleuchtung einen Heiligenschein. Ob ich den verdient habe?  ;-)

Liebe Chrissie, lieber Robert, es war ein total netter Tag und Abend! Vielen lieben Dank dafür und alles Gute auch für Euren Nachwuchs!

Zwei Grazien in der Wunderkammer


Auch das Badezimmer ist sehr chic.

Schönes, stylisches Hotelzimmer mit einem sehr bequemen Bett!
Rock - Hallhuber / Bluse - Jake´s Collection / Pumps - Bon Prix / Strumpfhose - Intimissimi

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Dienstag, 7. Januar 2020

Neujahrstreffen - Teil 1 - Bummeln in der Wiener City

Happy New Year, meine Lieben!

Ich hoffe, Ihr habt angenehme Feiertage verbracht und seid gut in neue Jahr gekommen, für das ich Euch alles erdenklich Gute wünsche!

Statt eines Jahresrückblickes gibt es diesmal gleich den ersten Bericht von einem wunderbaren Kurz-nach-Neujahr-Treffen mit der lieben Chrissie und ihrem ebenfalls sehr lieben Lebensgefährten Robert.

Da wir alle ein wenig außerhalb der Stadt wohnen und Robert für eine große Hotelkette arbeitet, haben wir uns in einem deren schönen Häuser, dem Renaissance Wien Hotel, einquartiert. Wir treffen uns dort bereits um 10h und beziehen die eleganten, nebeneinander liegenden Zimmer. Ich werfe mich schnell in ein graues Kleid, das ich im letzten Jänner gekauft hatte (siehe hier) und bereits einmal bei einem coolen Bar-Besuch getragen hatte (siehe hier). Da es recht kalt war, habe ich darüber noch den neuen Cardigan angezogen, den ich erst vor kurzem bei meinem Parndorf-Ausflug erstanden habe. Eine schwarze, blickdichte Strumpfhose, flache, bequeme (!) Stiefel - auch Blondinen sind lernfähig ;-) - und darüber mein bewährter, schwarzer Steppmantel komplettieren das Tagesoutfit. Natürlich darf das wunderschöne Tuch, das mir Chrissie letztes Jahr geschenkt hatte, auch nicht fehlen. Sie schminkt mich wieder sehr gekonnt und so kann es rasch losgehen.

Es ist ein Bummel in der Wiener City angesagt, wo wir nach einer kurzen Fahrt mit der U3 ankommen. Wie immer ist die Kärntner Straße sehr belebt. Unsere erste Station führt uns zu Benetton, wo wir nach Babysachen suchen. Keine Angst, es ist kein Crossdressing-Weihnachts-Schwangerschafts-Wunder geschehen, auch wenn ich nach den üppigen Weihnachtsessen und -keksen danach aussehe. Dafür gibt es bei Chrissie die frohe Botschaft - sie erwartet ihr viertes Kind!

Natürlich finden wir entzückende Babysachen, das meiste sogar im Ausverkauf. Als nächstes geht es vis-á-vis zu Guess, wo wir einige hübsche Sachen entdeckt hätten, uns aber in nobler Zurückhaltung geübt haben. Wir wechseln wieder die Straßenseite und gehen zu Hallhuber, dessen feminine Mode uns bereits im letzten Winter hat schwach werden lassen. Mir springen einige hübsche Röcke und Kleider ins Ausverkaufs-Auge, aber leider gibt es nichts davon in meiner Größe. Chrissie probiert ein paar Sachen, aber es will auch ihr nichts passen.

Wir flanieren weiter Richtung Stephansplatz und Chrissie drängt uns schon in den nächsten Benetton, diesmal der Laden speziell für Kids. Natürlich wird sie auch hier fündig und bei den süßen Sachen und den verlockenden Sale-Preisen kann man einfach nicht nein sagen. Nach einem lustigen Schwangerschafts- und Geburten-Erfahrungsaustausch von Chrissie und der Verkäuferin macht sich bei uns dreien ein leichtes Hunger- und Durstgefühl bemerkbar. Bei der Aida am Stock-im-Eisen-Platz erkämpfen wir uns tatsächlich einen Platz und genießen den berühmt guten Kaffee und einen Toast.

Gestärkt fallen wir danach bei Humanic ein, wo sich Robert sehr stylische Ballschuhe findet - natürlich auch im Ausverkauf. Mir hätten hohe schwarze Stiefel sehr gut gefallen, aber die waren natürlich nicht im Sale und daher habe ich sie beleidigt stehen gelassen. Soll sich halt eine Oligarchen-Nichte daran erfreuen, der der etwas gehobene Preis egal ist ;-)

Nach einem kurzen Abstecher bei Street One steht als nächstes Peek & Cloppenburg auf dem Programm. Wie praktisch, dass mir in der Designer-Abteilung kein Kleid so recht zusagt. Wieder viel Geld gespart. Für Robert schauen wir wegen einer Smokinghose, aber ohne seinen Smoking dabei zu haben, hat es keinen Sinn. Dafür möchte Chrissie noch ein Ballkleid probieren. So ganz vom Hocker reißt uns kein Modell, aber sie verschwindet trotzdem mit einer schwarzen Robe in eine Umkleidekabine. Wie schon vermutet, ist diese aber etwas verschnitten und sieht angezogen nicht überwältigend aus. Macht nichts, sie hat ja noch das tolle Ballkleid, das wir im Jänner gekauft hatten (zur Erinnerung hier der Link). Meine beiden Begleiter versichern mir, dass dessen atemberaubendes Muster gerade bei ihrem Schwangerschaftsbäuchlein sensationell aussieht.

Da ich zwar nicht aufs Kaufen aus bin, aber zumindest irgendetwas probieren will, schnappe ich mir ein silbern glitzerndes Cocktailkleid. Es steht mir aber nicht besonders, wie Ihr Euch anhand des Fotos überzeugen könnt. Im Erdgeschoß finden wir dafür für Robert ein cooles, schwarzes Hemd und werden dort von einem netten Verkäufer lustig beraten. Beim Verabschieden streut er Robert noch Rosen: "Sie haben einen wirklich guten Humor". Wie war!

Da Chrissie eine Schwangerschaftsjeans bräuchte und im gesamten 1. Bezirk kein Umstandsmodengeschäft zu finden ist, versuchen wir bei H & M unser Glück. Auch vergeblich - wir müssten in die Mariahilferstraße, wozu wir keine Lust hatten. Nun wurde es allmählich finster und wir wollten noch auf einen Drink. Mir fällt die American Bar ein, bekannt auch als Loos Bar. Also wieder die Kärntner Straße zurück. Auf dem Weg dorthin kommen wir wieder bei dem Benetton Kids Geschäft vorbei und Chrissie schiebt uns noch einmal hinein. Sie bräuchte noch etwas für ihren Jüngsten. Natürlich finden wir auch für ihn ein paar entzückende Hosen und T-Shirts. Da ich es mir auch mit ihm gut stellen will, dränge ich mich beim Zahlen vor, worauf die verschmitzte Verkäuferin fragt, ob ich nicht um 18h30 nochmals vorbei kommen könne. Sie hätte dann Dienstschluss und ich solle doch auch mit ihr einkaufen gehen ;-))

Die berühmte, aber winzige Loos-Bar ist natürlich überfüllt und so wir schlendern weiter zum Graben, wo wir nach ein paar Fotos im Freien ins Chattanooga gehen, um unseren Aperitif zu nehmen. Nach Campari Soda, Campari Orange und Fruchtsaft (Ihr dürft raten, wer was getrunken hat ;-)) ist es schon fast 19h und wir wandern nun zum 4. Mal die Kärntner Straße hinunter (oder eigentlich hinauf?) und fahren mit der U-Bahn wieder zurück zum Hotel, wo wir uns für das Abendessen fertig machen. Aber das ist eine andere Geschichte .... Fortsetzung folgt!

Warten auf die U3 - ohne die Lady im Vordergrund wäre das ein cooles Foto :-)
Kärntner Straße meets Graben = Stock-im-Eisen-Platz

Im Hintergrund das berühmte Haashaus
Ein hübsches Paar und eine alte Schachtel, pardon, ältere Dame, warten bei der Aida auf Kaffee und Toast


Die ältere Dame genießt ihre Melange ;-)


Eines der obligatorischen Spiegel-Selfies - hier bei Peek & Cloppenburg

Robert ist bei jedem Spaß dabei, während wir auf Chrissies Ballkleid-Vorführung warten.

Wenigstens ein Kleid musste ich probieren.
Es wird scho glei dumpa (übersetzt: es wird schon gleich finster)
Kleid und Strumpfhose - H & M / Cardigan - Esprit / Stiefel und Mantel - Bon Prix
Hotelzimmer: Renaissance Wien Hotel 


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