Und wir düsen, düsen, düsen im Sauseschritt ... So lautete in den 80er-Jahren eine Liedzeile aus dem Song „Codo“ der deutsch-österreichischen Kombo DÖF. Wir bringen zwar keine „Liebe mit auf unserem Himmelsritt“, wie der raumfahrende Sternbewohner namens Codo – ein außerirdisches Wesen ohne bestimmtes Geschlecht – im Lied trällert, aber auch wir hatten „viel Spaß, viel mehr Spaß als irgendwas“. Und unser Geschlecht ist ebenfalls nicht ganz eindeutig. Oder doch? 😉
Wir, das ist das galaktische Duo Alex, meine liebe Freundin aus Genda-Zeiten, und meine kleine Wenigkeit. Unsere Reise beginnt im 15. Wiener Gemeindebezirk, in der „Raumstation“ von Alex, wo ich mich dankenswerterweise wieder vom hässlichen Enterich in eine hoffentlich halbwegs ansehnliche Schwänin verwandeln durfte.
Die Dame trägt diesmal ein blau-weißes Polkadot-Kleid, das ich dank einiger Leihgaben von Alex mit einem Gürtel und einem Jäckchen – pardon: einem Cropped Cardigan – aufpeppen konnte. Da wir auf halbwegs hohen Schuhen durchs halbe Weltall düsen wollten, habe ich mich als Kompromiss für Mary-Jane-Pumps entschieden. Die sind einigermaßen bequem, die Ferse kann nicht so leicht rausrutschen und außerdem sehen sie einfach mädchenhaft süß aus.
Die helle Strumpfhose verleiht dem Outfit mit ihrem sanften Glanz ebenso eine elegante Note wie mein neuer grauer Trenchcoat. Die Press-on-Nägel verpassen dem Look einen roten Farbtupfer, während goldene Creolen auf meine blonde Mähne treffen. Ist das nicht der ultimative Match? ✨
Buchcafé statt Raumstation
Der erste Planet auf unserer Reiseroute ist das entzückende Buchcafé Melanche, eine kleine Buchhandlung, die gleichzeitig ein Kaffeehaus ist. Hier hatte ich mich schon im April sehr wohlgefühlt – und die Melange ist nach wie vor ganz ausgezeichnet.
Auch die nächste Station wird den Stammleserinnen meines spannenden Blogs bekannt vorkommen: das LOK Couture, ein Non-Profit-Second-Hand-Kleidergeschäft. Hier bekommt frau Designerkleidung zu leicht ermäßigten Preisen.
Das interessanteste Angebot war diesmal ein Kleid mit einem Listenpreis von immerhin 1.800 Euro, das um schlappe 9 Euro zu haben gewesen wäre. Aber ich könnte noch so viel hungern – in Größe 36 komme ich in diesem Leben nimmermehr hinein. Da hilft auch keine kosmische Strahlung. 😉
Mit der U3 zum nächsten Planeten
Weiter geht's auf unserer intergalaktischen Reise. Diesmal bedienen wir uns moderner Raumgefährten wie Straßenbahn und U3, die uns auf die innere Mariahilferstraße bringen.
Alex muss natürlich zu Tamaris, wo ihr eh keine Schuhe gefallen, und anschließend zu More & More, wo sie ebenfalls keines der von ihr so geliebten kurzen Jäckchen findet. Auch mir springt kein geeigneter Raumanzug – sprich: feminines Designerkleid im Nadinchen-Stil zum Abverkaufspreis – ins Auge.
Dann probieren wir es im New Yorker. Dort erwartet uns trotz des eher ramschigen Angebots an der Kassa eine Schlange von Kaufenden – ich glaube, so sagt man das heutzutage politisch korrekt –, die gefühlt von der Erde bis zum Mars reicht. So ein Glück, dass uns auch dort nichts ins Auge springt.
Ganz ähnlich geht es uns bei H&M, nur wäre die Kassenschlange dort deutlich kürzer gewesen.
Fotoshooting bei kosmischer Brise
Genug gebummelt. Nun düsen wir in Richtung Haus des Meeres, um dort im Park ein paar Fotos zu schießen. Gar kein so einfaches Unterfangen bei der steifen Brise, die unsere sorgfältig geföhnten Frisuren mit bemerkenswertem Einsatz zu vernichten versucht.
Der Schwerkraft folgend sausen wir danach Richtung Naschmarkt.
Zum ersten Mal betrete ich die neue Markthalle, die auf mich allerdings etwas seltsam steril wirkt. Die Dachterrasse hingegen finde ich durchaus gelungen, denn sie eignet sich ganz hervorragend als Fotolocation für zwei galaktisch langbeinige Transen. Wenn schon Weltraum, dann bitte mit Aussicht. 🚀
Aperol, Käsespätzle und Wiener Flair
Die Sonne verneigt sich langsam vor – oder besser gesagt hinter – der Erde und das berühmte Café Savoy lockt mit seinem klassischen Wiener Flair.
Wir ergattern ein kleines Tischchen und können uns beim Pudern unseres Näschen davon überzeugen, dass der Ladies' Room zwar klein, aber sehr sauber ist. Zumindest für die Handtasche ist ausreichend Platz vorhanden, sodass frau sich dort bequem die Lippen nachziehen kann.
Während ich mit der etwas unpassenden, mir aber durchaus mundenden Kombination aus Aperol und Käsespätzle weiter an meiner Barbapapa-Figur arbeite, bleibt Alex spartanisch bei einem Kaffee.
Zu tratschen haben wir beiden Raumdüserinnen jedenfalls genug. Die Unterhaltung gestaltet sich allerdings dank der Geräuschkulisse des immer voller werdenden Kaffeehauses für eine taube Fuchtel wie mich – für unsere hochdeutschsprechenden Leserinnen und Leser: eine schlecht hörende Frau – zunehmend herausfordernd. 😉
Heimflug in den 15. Bezirk
Die Sonne ist schon lange untergegangen und schwarze Luft schwebt über Wien, als wir uns schließlich auf den Rückweg machen.
Dabei hilft uns der Raumgleiter U4, der uns rasch wieder in die unendlichen Weiten des 15. Bezirks bringt.
Schön war's!
Die Mary Janes haben gehalten, was sie versprochen haben, und Nadinchen hat auf der langen Reise keine Blessuren an ihren zarten Füßchen davongetragen. Ein kleiner, aber nicht unwesentlicher Erfolg auf einer intergalaktischen Expedition. 😊
Bleibt mir gewogen, meine lieben Leserinnen und Leser. Und bis zum nächsten Kapitel soll bitte nicht mehr ganz so viel kosmische Strahlung verströmt werden.
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| Einstimmen im Refugium von Alex |
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| Die Lady genießt ihre Melanche im Buchcafé Malanche |
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| Selfie im LOK Couture |
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| Beim Stöbern im LOK Couture |
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| Auch beim Shoppen braucht frau eine Pause ;-) |
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| Süßer Augenniederschlag des schüchternen Mädels |
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| Vom Winde verweht in der Mariahilfer Straße. Da hätte ich "Drei Wetter Taft" gebraucht. |
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| Nadinchen auf den Stiegen des more & more |
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| Sexy Alex zeigt so gerne ihre megalangen Haxn |
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| Hier haben wir eine windstille Pause für ein Foto genutzt |
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| Im Park vor dem Haus des Meeres. |
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| Die Dachterrasse der neuen Markthalle am Naschmarkt. Von Alex despektierlich Katzenklo genannt. 😂 |
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| Im Hintergrund kann man schon das Café Savoy erkennen - unser intergalaktisches Ziel! |
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| Davor noch ein kurzes Päuschen auf der Dachterrasse |
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| Die einen schönen Blick über den Naschmarkt bietet. |
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| Endlich im Café Savoy, da habe ich gut lachen |
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| Kleid - Temu / Mantel - NXBC / Mary Jane Pumps - Dream Pairs / Strumpfhose - Falke / Gürtel und Jäckchen - Leihgaben von Alex ;-) |



















Was für ein galaktischer Ausflug liebe Nadine. Jetzt habe ich erstmal einen "Ohrwurm". Sehr schöne Bilder von euch. Dein Kleid sieht sehr hübsch aus.
AntwortenLöschenIch düse gleich ins Wochenende.
Liebe Grüße
Sabine