Montag, 27. April 2026

Über die Tücken von Press-on-Fingernägeln, einen Besuch beim Friseur meines Vertrauens und neue Freundschaften

Hallo, meine Lieben,

heute machen wir einen Streifzug durch die äußere und innere Mariahilferstraße, also jene beiden Teile westlich und östlich des Wiener Westbahnhofs. Als Bonus für alle, die bis dort hin durchgehalten haben, erzähle ich Euch noch von einem einen Besuch einer neu übernommenen Bar in der Gumpendorfer Straße.

Aber beginnen wir von vorne, im Refugium meiner lieben Freundin Alex, in dem ich mich wieder in Nadine verwandeln durfte. Diesmal wollte ich nichts Neues tragen, sondern ausschließlich in meinem Kleiderschrank (oder eigentlich in den vielen Taschen, in denen ich meine Schätze lagere) "shoppen". Ich glaube, man nennt dies "Capsule Wardrobe", einen Begriff, den ich von der lieben Rostrose gelernt habe.

Der Lieferdienst hat mir jedoch einen Strich durch meine Rechnung gemacht, denn kurz bevor ich von Zuhause los fuhr, bekam ich noch vom bösen chinesischen Versandmulti eine kleine Lieferung, die auch süße, beige Ankleboots beinhaltete. Erwischt! Und passen tun sie auch noch, und zwar wie angegossen.

Die nächste Abweichung vom minimalistischen Garderobe-Trend habe ich dann Alex zu verdanken, die mir ein hübsches braunes Jäckchen borgte, denn sie war der Meinung, dass die Jeansjacke, die ich eigentlich tragen wollte, nicht zum Kleid passe. Und einen anderen Gürtel hat sie mir auch noch umgebunden. Und da es am Abend noch kühler werden sollte, hat sie mir noch einen Poncho für darüber mitgegeben. 

Aber ich schwöre, das Kleid, das ich in Baden gekauft hatte und bereits hier ausgeführt hatte und das Darunter, also die "Lingerie", stammen wirklich aus meinem eigenen Fundus ;-) Neu sind hingegen die Press-on Nägel. Die sind ja soooo praktisch, sagt Alex. Kein warten auf das Trocknen des Nagellackes und kein Ablackieren mit irgendwelchen Lack-Spuren. Nur sind die süßen Babyboomer Nägel, die ich bestellt hatte, viel zu lange für das ungeübte Nadinchen und Alex hat die Hände über den Kopf geschlagen, als sie sah, wie ungeschickt ich die Nägel applizierte. So werden die nicht halten, meinte sie .. und recht sollte sie haben, die Hexe. 

Als ich endlich fertig war, wurden wir von Ivy abgeholt, einer Freundin von Alex, mit der ich mich sofort wunderbar verstehe. Gaggernd machen sich die drei Grazien nun auf den Weg zur äußeren Mariahilfer Straße, wo mich die beiden in das entzückende Buchcafé Melanche führten, eine kleine Buchhandlung, die gleichzeitig ein Kaffeehaus ist. Wir machen uns auf den bequemen Sofas gemütlich und die nette Besitzerin Romana verwöhnt uns mit einem ausgezeichneten Kaffee. (Das Buchcafé wurde übrigens vom Hauptverband des österreichischen Buchhandels als beste Buchhandlung 2026 ausgezeichnet!) In den Tiefen des Sofas verabschiedete sich gleich der erste Press-On-Nagel.

Als nächstes geht es ins LOK Couture, einem Non-profit Second-Hand-Kleidergeschäft. Ivy findet sich ein paar coole Modeschmucke und obwohl sie durchaus hübsche Sachen gehabt hätten, war mir weder zum Probieren noch zum Kaufen. Ich war auch ein wenig unruhig, denn wir hatten einen Termin bei Wofgang, dem Friseur meines Vertrauens. Alex hat mich darum gebeten, denn sie braucht neue Haare, die genau so sein müssen wie ihre Alten. Und zwar wirklich genau so! 

Dank Straßenbahn und U3 sind wir so rasch in der Zieglergasse bei der inneren Mariahilferstraße, dass wir natürlich zu früh im Kamm In Haistyle waren. Wolfgang begrüßt mich herzlich mit Küsschen, schließlich war ich gerade erst vor ein paar Jahren das letzte Mal bei ihm ;-) Er hat noch eine Kundin, und Alex wird in der Wartezeit von seinem Adlatus beraten, der zwar sehr freundlich und bemüht ist, sich aber mit Alex´ Sonderwünschen ein wenig schwer tut.

Dann hat der Chef  Zeit für uns bzw. Alex und erarbeitet sehr professionell eine Lösung für die Hübsche. Wie es aussieht, wird sie eine maßgefertigte Zweitfrisur bekommen. Und ihr alter "Peppi" wird gedampft und damit auch wieder wie neu werden. Gute Idee, ich werde meine in die Jahre gekommene Perücke auch aufpeppen lassen. Wolfgang legt auch gleich Hand bei mir an, erklärt mir, dass ich die Perücke zu tief trage und schneidet mir rasch ein paar Stirnfransen, was toll aussieht. Leider gibt´s kein Foto davon, wo das heraus kommt.

Nun haben wir und eine Stärkung verdient. Wie praktisch, dass sich Ivy ohnehin ein Treffen mit einer Freundin im Capitano vereinbart hatte. Auf dem Fußmarsch dort hin verschwindet ein zweiter Nagel im Nirvana. Das Kopfsteinpflaster in der Barnabitengasse war wohl doch zu holprig.

Sehr gut gefällt mir dann das Capitano - Bar die Rossi. Meine beiden Begleiterinnen erklären mir, dass das das ehemalige Felixx (aha) und dass es noch fast unverändert sei (wenn man es vorher gekannt hätte). Ivy und ich erfüllen das Klischee, das Frauen gerne Aperol Spritz trinken und bestellen diesen In-Drink. Alex bleibt beim Kaffee und ich arbeite an meinen weiblichen Rundungen und gönne mir eine Pizzette Crude e Rucola. 

Eskaliert sind die Tücken der Press-ons dann im „Ladies Room“ des Capitano´s. Habt Ihr schon einmal versucht, mit so langen Nägeln, die noch dazu einen Hang zur Freiheit haben, eine hauchdünne Strumpfhose hinunter und hinauf zu ziehen und die Häkchen im Schritt eines Bodys zu öffnen und vor allem danach wieder zu schließen? Nach längerem Kampf gebe ich auf und entledige mich aller hübschen Nägelchen. Schaaaade, denn meine Finger haben mit langen Krallen schon sehr schön ausgesehen.

Schließlich stößt auch noch Emma zu uns, eine Freundin von Ivy. Nach ein wenig weiterem Mädelstratsch verabschieden sich Alex und ich und lassen uns vom Autobus 57 A (vulgo "Transenexpress") zum Refugium von Alex zurück bringen, wo ich mich nach einem wunderschönen Tag wieder vom Prinzesschen in den Prinzen zurück verwandle. Wir hoffen auf baldige Wiederholung.

Tante Nadine farblich abgestimmt auf dem bequemen Sofa des Buchcafé´s Melanche

Es hat sogar genügend Platz für zwei Garzien - Alex wie immer im kürzesten Mini

Nadinchen beim Stöbern im LOK Cotoure - im Hintergrund die liebe Ivy

Auch im LOK Cotoure kann frau es sich bequem machen,

um beim Einkaufen eine kleine Pause einzulegen.

Gleich ist sie da, die U3!

Auch ein schöner Rücken kann entzücken.

Erwischt auf der inneren Mariahilferstraße

Mit Ivy habe ich mich gleich gut verstanden

Beim Friseur meines Vertrauens fühle ich mich immer wohl.

Im Capitano trinkt die Frau von Welt natürlich einen Aperol Spritz.





















Ihr dürft mir ruhig auf die Finger schauen. Da sind noch alle Press-on´s vorhanden.



Kleid - Rinascimento / Jacke und Gürtel - geborgt von Alex / Schuhe - Temu / Strumpfhose - Falke / Schmuck - Hallhuber / Tasche - OBag (nicht im Bild)

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